| Brunken: |
| Brunken ist ein Ortsteil der Ortsgemeinde
Selbach (Sieg). Hier leben zur Zeit ca. 150 Einwohner in 50 Häusern
bzw. 75 Haushalten. Das Dorf besteht aus zwei Teilen: Der (westliche) Kölbach
im Bereich der Hachenburger Straße und der "eigentliche" (östliche)
Brunken, in dessen Bereich sich auch das Musikhaus befindet. Verbunden
werden beide Teile durch ein Neubaugebiet an der Tannenstraße. Das
Dorf liegt auf einer Anhöhe bei durchschnittlich 300 m üNN. Mit
einem Wechsel von Wäldern und Wiesen kann das Landschaftsbild als
typisch für den Westerwald bezeichnet werden. War Brunken um 1900
eine Ansammlung von einzelnen Bauernhöfen, ist jetzt nur noch eine
reine Wohnbebauuung vorhanden. |
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| Örtliche Lage: |
| Brunken liegt im Landkreis Altenkirchen
und damit im Bereich der mittleren Sieg im nördlichen Rheinland-Pfalz.
Der Ort ist 80 km von Köln im Westen und 64 km von Koblenz im Südwesten
sowie 45 km von Siegen im Nordosten entfernt. Südlich des Dorfes verläuft
die Gemeindegrenze zwischen Selbach (Sieg) und Mörsbach. Diese Grenze
trennt gleichzeitig die Verbandsgemeinden Wissen und Hachenburg bzw. die
Landkreise Altenkirchen und Westerwald. Historisch betrachtet war diese
Trennungslinie von 1814 bis 1866 Staatsgrenze zwischen dem Königreich
Preußen und dem Herzogtum Nassau sowie ab 1866 preußische Provinzialgrenze
zwischen der Rheinprovinz und der Provinz Hessen-Nassau. Hier scheiden
sich auch katholische und evangelische Gebiete des Westerwalds. |
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| Bildergalerie: |
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Ortsschild
(zur Vergrößerung anklicken): |
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Blick auf Brunken von Osten
(im hinteren Bildbereich ist Kölbach
zu erkennen): |
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| Blick von Nordosten auf das Musikhaus
(rechts): |
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| Blick auf die Hangstraße von
Süden: |
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| Blick auf Kölbach von Süden: |
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| Blick auf das Neubaugebiet an der
Tannenstraße von Südwesten: |
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Blick auf Selbach von Norden
(Am oberen Bildrand ist Brunken
mit Kölbach zu erkennen): |
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| Blick auf die Windräder (Gebhardshain)
von Brunken aus nach Osten: |
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| Selbach (Sieg): |
Die Gemeinde Selbach (Sieg) ist
als Ortsgemeinde Teil der Verbandsgemeinde Wissen im Landkreis Altenkirchen
(Rheinland-Pfalz).
Einwohner: 821 (Stand: 30.06.2004)
Flächengröße: 366,40
ha
Eine Beschreibung der Struktur und
Geschichte Selbachs gibt kurz und prägnant die Heraldische Begründung
des Gemeindewappens wieder. |
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| Gemeindewappen: |
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| (eingeführt am 16. Juni 2004) |
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| Heraldische Beschreibung: |
| In Grün eine gestürzte
eingebogene Spitze, darin ein durchgehendes schwarzes Kreuz, belegt mit
vier silbernen Scheiben im Vierpass, darin eine rote Rose mit grünen
Kelchblättern und goldenen Butzen, vorn und hinten ein goldbordierter
roter Wellenbalken, darin vorn zwei schräg gekreuzte goldene Lohschäler,
hinten schräg gekreuzte goldene Hammer und Schlegel. |
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| Heraldische Begründung: |
| Die um 1500 erwähnte Ortsgemeinde
Selbach (Sieg) liegt im Gebiet des ehemaligen Auelgaues und gehörte
damals teilweise zum Kurfürstentum Köln sowie zu Sayn-Hachenburg
bzw. Sayn-Wittgenstein. Lehnsherren waren um 1589 die von Crottorf-Hatzfeld-Wildenburg.
Im Ortswappen erinnern an die ehemaligen Landes- und Lehnsherren deren
Wappen bzw. Wappenfarben: So das schwarze Kreuz in der eingebogenen gestürzten
silbernen Spitze, darin die Wildenburger Rose für das Haus Crottorf-Hatzfeld-Wildenburg,
das über Jahrhunderte mit Selbach eng verbunden war sowie die saynischen
Wappenfarben Rot und Gold in den Wellenbalken. |
| Der Ortsname Selbach ist nach der
althochdeutschen Bezeichnung "salaha" für Salweide bzw. "salo" für
dunkel, trübe abgeleitet. Durch die Gemarkung fließen und münden
der Kohlbach und der Görschbach in den Selbach. Die drei Bäche,
und somit auch der Ortsname sind im Ortswappen durch die goldbordierten
roten Wellenbalken dargestellt. Die Gemeinde selbst besteht aus den drei
Ortsteilen Selbach, Brunken und Kirchseifen, die durch die Dreiteilung
des Wappenschilds dokumentiert sind. |
| Der Mittelpunkt des Orts und des
dörflichen Lebens ist die St. Anna-Kirche, an deren Stelle bis 1860
eine Fachwerkkapelle stand. Sie wurde 1861 abgerissen, aus Bruchsteinen
neu aufgebaut und 1863 eingeweiht. Zum Ausbau der Kirche wurde 1885 eigens
der St.-Anna-Verein gegründet und so 1954 der große Erweiterungsbau
eingeweiht. Die Kirche selbst ist im Ortswappen in Verbindung mit dem Kölner
Kreuz zentral durch die silbernen Scheiben im Vierpass dargestellt, die
symbolisch für das Reliquiengefäß mit der 1904 gestifteten
Reliquie der Hl. Anna stehen. |
| Die Lebensgrundlage für die
Selbacher Bewohner waren lange Zeit bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts
der Bergbau sowie die Land- und Forstwirtschaft. So wurde in der Grube
Coriolan bis 1925 Bleierz gefördert und es gab sogar eine "Gewerkschaft
der Selbacher Erzbergwerke" mit mehreren Grubenfeldern. Nicht zufällig
ist die Kirche der Hl. Anna als Beschützer der Bergleute geweiht.
An den Bergbau in Selbach erinnern hinten im Wellenbalken die gekreuzten
goldenen Hammer und Schlegel. |
| Neben dem Bergbau und der Landwirtschaft
hatte die Wald- bzw. Haubergswirtschaft in Selbach einen hohen Stellenwert.
Der Wald macht ca. 60 % der Gemarkung aus und es bestehen noch vier Haubergsgenossenschaften
deren Ursprung bis 1780 zurück geht. Der Wald mit den Haubergen ist
vorne im Wellenbalken durch die charakteristischen Werkzeuge zur Gewinnung
der "Lohe", die gekreuzten goldenen "Lohschäler" dargestellt. |
| Landschaftlich liegt die Gemeinde
Selbach im reizvollen "Selbacher Tälchen", umgeben von grünen
Wiesen und Wäldern mit seinen zahlreichen Bächen, wie es auch
in seinem Heimatlied besungen wird. Für die Gemarkung mit Wiesen und
Wäldern steht im Ortswappen die Feldfarbe Grün. Grün ist
aber auch die Farbe für Freiheit, Fröhlichkeit und Hoffnung,
mit der sich die Selbacher Bürger verbunden fühlen. |
| Die Ortsgemeinde Selbach (Sieg)
kam 1802/03 an Nassau, gehörte ab 1814/15 zu Preußen und ist
heute eine ländliche Wohngemeinde im Naherholungsgebiet "Wisserland"
der Verbandsgemeinde Wissen, Landkreis Altenkirchen. |